Mit der Fertigstellung unserer Solarthermieanlage ist unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich gesunken. In den Sommermonaten Mai – September erzeugt die Solarthermie inzwischen den Großteil unserer bereitgestellten Energie. Dennoch benötigen wir in den Wintermonaten erhebliche Mengen an Erdgas, welches wir seit vielen Jahren über langfristige Verträge einkaufen.
Der aktuelle Liefervertrag läuft noch bis zum 31.12.2026. Bereits im Dezember 2025 haben wir jedoch unseren Gasbedarf für den Zeitraum 1.1.2027 bis 31.12.2029 eingekauft. Der seinerzeit fixierte Preis ab 2027 liegt über 1/3 unter den bisherigen Konditionen. Im Preischart für „Germany Natural Gas THE“ erkennt man, dass der fixierte Preis bzw. Beschaffungszeitpunkt sehr günstig war. Denn durch die militärischen Auseinandersetzungen um die Straße von Hormus ist der Gaspreis ab dem Jahreswechsel 2025/2026 deutlich gestiegen. Dies betrifft auch die Preise für Rohöl, Heizöl, Benzin, Diesel und Kohle.

Weil der Strompreis ebenfalls eine gewisse Abhängigkeit von den Energiemärkten zeigt, wirken sich steigende Energiepreise stets auch auf den Strompreis aus. Strom wird zwar inzwischen zum Großteil aus erneuerbaren Energien erzeugt, jedoch braucht es im Falle von Windflauten, starker Bewölkung und niedriger Flusspegel Kohle- und Gasturbinen, um fehlende Ökostromanteile zu erzeugen. Somit zeigen sich beim Strompreis ebenfalls die Auswirkungen der zuletzt generell höheren Energiepreise. Erfreulicherweise konnten wir unseren Strombedarf (für die Pumpen der Solarthermieanlage und die Pumpen unseres Wärmenetzes) der Jahre 2026, 2027 und 2028 ebenfalls im November 2025 auf sehr günstigem Niveau langfristig vereinbaren.

Durch den sehr günstigen und langfristigen Gas- und Stromeinkauf sowie die neue Solarthermieanlage können wir unsere Wärme in den kommenden drei Jahren preiswert produzieren und an die Wärmekunden verteilen. Die Energiegenossenschaft Föhr verfügt damit über günstige Rahmenbedingungen für die Preiskalkulationen der kommenden Jahre. Hiervon profitieren sowohl die Wärmekunden als auch die Genossenschaftsmitglieder, welchen die Energiewende hin zur CO²-Neutralität wichtig ist !
12.08.2026



