In Zukunft soll die Wärmeerzeugung für das Wärmenetz Süderende Oldsum möglichst ohne das Verfeuern von Gas funktionieren. Ziel ist die so genannte „Dekarbonisierung“ – das heißt, es soll praktisch kein Treibhausgas CO2 mehr ausgestoßen werden. Der Begriff ist abgeleitet vom englischen Carbon (auf Deutsch: Kohlenstoff), dem C in CO2.
In einer Genossenschaft entscheiden die Mitglieder. Die Mitglieder der Energiegenossenschaft Föhr eG (EGF) hatten sich vor längerer Zeit für einen Umstieg auf Erneuerbare Energien (EE) ausgesprochen, um den Ausstoß von Treibhausgas (THG) bei der Wärmeerzeugung zu verringern und das Wärmenetz Süderende Oldsum damit fit für die Zukunft zu machen. Der Bau der Solarthermieanlage war dazu ein wichtiger Schritt.
Jetzt ist die Frage, nach welchem Konzept der weitere Umstieg erfolgen soll. Hier im Energie-Blog geht es deshalb in nächster Zeit nicht nur um die speziellen Abkürzungen, die in den Konzepten auftauchen, sondern vor allem um die zum Teil komplexen Themen, die dahinterstehen.
Das neue Sonnenkollektorfeld im Energiepark Oldsum ist kleiner als ein Fußballfeld und spart im Jahr etwa 234 Tonnen Treibhausgas CO2 ein. Um jährlich dieselbe Menge CO2 mit einem neuen Wald auf Föhr zu binden, müsste dieser ungefähr so groß sein wie 30 bis 40 Fußballfelder.
Ähnlich wie ein Wasserturm sorgt der neue Wärmespeicher für den nötigen Wasserdruck im Wärmenetz. Dank seiner Höhe lassen sich die Abnehmer in Süderende und Oldsum auch ohne zusätzliche Pumpe versorgen.
Die ersten Zahlen der neuen Solarthermieanlage sehen gut aus: Im August hat die Sonne 99% der benötigten Wärme für das Wärmenetz Süderende Oldsum geliefert.
Die neue Solarthermie-Großanlage versorgt das Wärmenetz Süderende Oldsum enkeltauglich mit Energie: Die bewährte und robuste Technologie ist darauf ausgelegt, für die nächsten 30 Jahre ohne nennenswerte Betriebskosten Wärme zu liefern.
In letzter Zeit war das Wetter auf Föhr immer wieder sehr wolkig. Aber der große Wärmespeicher überbrückt schlechte Tage problemlos und sein Ladezustand bleibt aktuell in einem guten Bereich. Bisher muß deshalb noch kein Gas verheizt werden, um das Wärmenetz Süderende Oldsum mit Warmwasser zu versorgen.
In den letzten Monaten hat die Energiegenossenschaft Föhr eG (EGF) in Oldsum eine Solarthermie-Großanlage gebaut. Zum offiziellen Start des Betriebs wurde am Sonntag, den 17.08.25, symbolisch ein Band durchtrennt von Brar Hinrichsen (EGF), Alexander Schweizer (EGF), Uli Hess (stellv. Landrat), Birgit Hinrichsen (stellv. Bürgermeisterin Wyk), Hilla Holzhauer (EGF), Elke Brodersen (Bürgermeisterin Süderende), Hark Riewerts (Bürgermeister Oldsum) und Jan-Hauke Riewerts (EGF).